Zeitungsartikel der Ausstellung "Monochrom"

Neustadt. Sie trägt den Namen „monochrom“ und zieht nicht nur Kunstliebhaber in ihren Bann. Der Förderverein Bildende Kunst Ostholstein veranstaltet noch bis zum 30. Oktober im Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur eine Ausstellung und zeigt dabei, wie spannend und vielseitig einfarbig sein kann.
 
16 Künstler des Vereins zeigen Bilder und Skulpturen in unterschiedlichen Techniken und Stilrichtungen. „Monochrom“ (griechisch momos: einzig. Chroma: die Farbe) bedeutet nicht nur mit einer Farbe zu arbeiten, sondern die ganze Bandbreite einer Farbe in unterschiedlichen Helligkeiten und Abtönungen zu zeigen. „Monochrome Malerei ist der Aufbau eines Bildes aus einem einzigen Farbton oder in gering voneinander abweichenden Tonstufen“, erklärte Karin Klindwort als 1. Vorsitzende des Vereins. Die Formation der Werke erzeugt dabei eine ruhige, sehr entspannte Atmosphäre in den exzellent beleuchteten Räumlichkeiten.
 
Seit den 1950er Jahren gilt die monochrome Malerei als eine programmatische Stilfrequenz des gegenstandslosen Raumerlebnisses. Es war eine Gegenreaktion auf den Tachismus (farbiges Fleckwerk) und die informelle Kunst, also formlose Kunst von 1940. Bekanntester deutscher Vertreter der informellen Kunst ist Emil Schumacher.
 
Zum insgesamt achten Mal ist der Förderverein Bildende Kunst Ostholstein, der aktuell 135 Mitglieder hat, zu Gast im Hans-Ralfs-Haus, premierenartig mit einem vorgegebenen Thema. „Die Besucher werden hoffentlich erkennen, dass monochrom nicht monoton sein muss, dass eine festgelegte Stilrichtung die Bandbreite der Darstellung und Ausdrucksform nicht einschränkt“, so Karin Klindwort.
 
Einer der Höhepunkte des Vereins ist die jährliche Ausstellung im Kreishaus Eutin, die am 2. Juni 2020 unter dem Titel „traumhaftunwirklich“ eröffnet wird. (mg)
 
Die Ausstellung im Hans-Ralfs-Haus für Kunst und Kultur (auf dem Gelände des Ameos Klinikum Neustadt), Wiesenhof kann von montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 14.30 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr besucht werden.

Artikel vom "Reporter"13.10.2019

 

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